miskilâtaAWB f. ōn-St., nur in Nps: ‚Mi-
schung; mixtum‘ (frühnhd. mischlete f. ‚Mi-
schung, gemischtes Getreide, Viehfutter‘,
nhd. mdartl. schweiz. mischleten f. ‚Gemenge,
Mischung unterschiedlicher Getreidearten bei
der Aussaat [meist Roggen und Dinkel]‘
[Schweiz. Id. 4, 505; 16, 193; Stalder, Versuch
eines schweiz. Id. 2, 211], els. mischlete f.
‚Gemisch aus Roggen und Weizen, aus des-
sen Mehl ein schmackhaftes Brot gebacken
wird‘ [Martin-Lienhart, Wb. d. els. Mdaa. 1,
730 f.], bad. mischlete f. ‚Mischgetreide auf
dem Acker, geringere Mehlsorte, Durchei-
nander, Gemisch‘ [Ochs, Bad. Wb. 3, 634 f.],
schwäb. mischlete f. ‚gemischtes Korn‘ [Fi-
scher, Schwäb. Wb. 4, 1683], vorarlb. †mischlet
f. ‚gemischtes Korn‘ [Jutz, Vorarlberg. Wb. 2,
422]; vgl. kärnt. mischet, mischade n. ‚ge-
mischtes Getreide‘ [Lexer, Kärnt. Wb. 190],
steir. mischet n. ‚gemischte Getreidefrucht, ge-
mischtes Futter‘ [Unger-Khull, Steir. Wort-
schatz 463]). Das Wort ist ein mit dem Suf-
fix -âta (s. d.) gebildetes Verbalsubst. S. mis-
kilôn. – Ahd. Wb. 6, 648; Splett, Ahd. Wb. 1,
628; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 786; Schützei-
chel⁷ 225.
MK