nâhsibba f. ōn-St., nur Npg: ‚Gelieb-
te; proxima‘ (vgl. mhd. nâchsippe sw.m. ‚na-
her Verwandter‘; ae. nēahsibb f. ‚Verwandt-
schaft‘). Determinativkomp. mit adj. VG und
subst. HG *sibba ‚Verwandte‘, das von sibbo
‚Verwandter‘ (s. d.) abgeleitet ist (vgl. Carr
1939: 148). Wahrscheinlicher ist die Annahme
von Glauch 2000: 2, 485, nach der dem Komp.
ein Adj. *nâhsibbi zugrunde liegt. S. nâh adj.
Vgl. gisibba. – nâhskrift f. i-St., nur Ni: ‚Text-
zusatz; subscriptio‘ (ält. nhd. nachschrift f. ‚das
Nachschreiben, das Nachgeschriebene; post-
scriptum‘ [Dt. Wb. 13, 118 f.], nhd. Nachschrift
f. ‚dss.‘; mndl. nascrift f./n. ‚Nachschrift‘). S.
nâh präp., skrift. – Ahd. Wb. 6, 1008; Splett, Ahd.
Wb. 1, 810. 860; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 811;
Schützeichel⁷ 233; Starck-Wells 430.
MK