rieno*AWB ? m. an-St., nur Gl. 3,369,46
(mfrk. oder rheinfrk., 12./13. Jh.): ‚Döbel ?;
cavena‘ 〈Var.: -e〉. Schützeichel (Schützeichel⁷
259; ders., Glossenwortschatz 7, 399) führt die-
sen Beleg riene unter zwei Ansätzen riena f.
und rieno m. Vielleicht ist der FischN in bair.
pl. dimin. rianlen ‚ein edler Fisch des Königs-
sees‘ fortgesetzt.
Splett, Ahd. Wb. 1, 1230; eKöbler, Ahd. Wb. s. v. riene;
Schützeichel⁷ 259; Starck-Wells 483; Schützeichel,
Glossenwortschatz 7, 399; Bergmann-Stricker, Katalog
Nr. 726. – Schmeller, Bayer. Wb.² 2, 115.
Ahd. rieno bzw. wohl besser mhd. riene kann
entweder auf urgerm. *rē²n-an- zurückgehen,
das völlig isoliert steht, oder zu mhd. rienen
‚jammern, klagen‘ (Lexer 2, 425) gehören.
Diese Deutung ergibt jedoch keinen Sinn, da
Fische normalerweise keine Laute ausstoßen.
Die Etym. bleibt unklar.
HB