santbrunno
Band VII, Spalte 969
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santbrunnoAWB m. n-St., nur in Gl. 3,351,56
(spätes 12. Jh.): ‚Zisterne; cisterna‘ (mhd. sant-
brunne sw.m. ‚Zisterne‘). Determinativkomp.
aus sant¹ und brunno (s. dd.). In Zisternen wird
Sand als Wasserfilter verwendet. – santgiwelliAWB
n. ja-St., in Gl. ab dem 12. Jh.: ‚Sandbank;
crepido, farathoniae‘. Determinativkomp. aus
sant¹ (s. d.) und einem Verbalabstraktum zu gi-
wellan (s. giwel). – santgiwurfiAWB n. ja-St., nur in
Gl. 2,690,26 (um 1100, frk.): ‚Sandbank; Syrtis‘.
Determinativkomp. aus sant¹ (s. d.) und einer
Kollektivbildung zu wurf (s. d.), die mit Präfix
gi- und Suff. -ja- gebildet ist (vgl. Krahe-Meid
1969: 3, § 54). – santgiwurfoAWB m. n-St., nur in Gl.
2,610,43 (Mitte des 11. Jh.s, frk.): ‚Sandbank;
Syrtis‘. n-stämmige Var. zu santgiwurfi
(s. d.). – santhûfoAWB m. n-St., Nps: ‚Sandhaufen;
cumulus harenae‘ (mhd. santhûfe sw.m. ‚Sand-
haufen‘, nhd. Sandhaufen m. ‚aufgeschüttete
Menge von Sand‘; mndd. santhûpe m. ‚Sand-
haufen‘). Determinativkomp. aus sant¹ und
hûfo (s. dd.). – santsteinAWB m. a-St., nur in Gl.
2,767,2 (10. Jh.): ‚Kies(elstein); glarea‘ (mhd.
sandstein st.m. ‚Sandstein‘, nhd. Sandstein
m. ‚ein Sedimentgestein mit wenigstens zur
Hälfte Sandanteil‘; mndd. santstêin m. ‚Sand-
stein‘; mndl. santsteen m. ‚Kiesel‘). Determi-
nativkomp. aus sant¹ und stein (s. dd.). –
Splett, Ahd. Wb. 1, 111. 407. 793. 1088. 1102;
eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. *giwelli ?, santbrunno,
santgiwurfi, santhūfo; Schützeichel⁷ 272;
Starck-Wells 508; Schützeichel, Glossenwort-
schatz 8, 107 f.

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