sechelAWB m. a-St., in Gl. 2,594,28 (Hs.
aus dem 13. Jh., Zeit der Eintragung der Gl.
unbekannt): ‚Sekel (Münze), Silbermünze;
sestercius‘. Das Wort ist aus lat. siclus m.
‚Schekel‘ (s. u.) bzw. aufgrund des Wz.voka-
lismus wohl aus dessen Fortsetzer rom. *seklo
entlehnt. Das Wort ist in jüngeren Sprachstu-
fen nicht fortgesetzt. Möglicherweise handelt
es sich um eine frühe Entlehnung mit noch
durchgeführter 2. Lautverschiebung. Zu Wei-
terem s. seckel ‚dss.‘, einer – falls kein Ghost-
word – wohl jüngeren Übernahme desselben
lat. Worts.
eKöbler, Ahd. Wb. s. v. sehhel; Starck-Wells 512; Schütz-
eichel, Glossenwortschatz 8, 145; Bergmann-Stricker,
Katalog Nr. 563.
Zu den Übernahmen von lat. siclus in andere
germ. Sprachen s. seckel.
Weiteres zur Etym. von lat. siclus s. seckel.
S. seckel.
HB