sichuraAWB f. ō-St., T, OT: ‚Entschuldi-
gung‘ (frühnhd. sichere f. ‚Sicherheit, Immuni-
tät‘ [Dt. Wb. 16, 724]). Abstraktum zu sichur
(s. d.), zur Bildung vgl. Krahe-Meid 1967: 3,
§ 69, 4. – sichurheitAWB f. i-St., bei O und NBo: ‚Si-
cherheit, Rettung, Freiheit; conscientia, securi-
tas‘ (mhd. sicherheit st.f. ‚Sicherheit, Sorglo-
sigkeit, Schutz, Bündnis‘, nhd. Sicherheit f.
‚Ungefährdetsein, Geschütztsein, Gewissheit‘;
mndd. sēkerhêit f. ‚Sicherheit, Sorglosigkeit,
Sicherung, Schutz‘; frühmndl. sekerheit f. ‚Si-
cherheit, Gewissheit‘, mndl. sekerheit f. ‚dss.‘;
afries. sēkerhēd, sikerhēd f. ‚Sicherheit, Ge-
wissheit, Gewährleistung‘). Bildung aus sichur
und heit (s. dd.). – sichuriAWB adj., in Ch, in NBo,
Nps, Npg: ‚sicher, geschützt, sorglos‘. ja-stäm-
mige Var. von sichur (s. d.). – Splett, Ahd. Wb.
1, 813. 814; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. sihhura,
sihhurheit, sihhuri; Schützeichel⁷ 280.
DSW