slahteih ? f. i-St., in Gl. 2,698,17. 702,17.
714.17 (alle aus ders. Hs., um 1000, wohl mfrk.):
‚Eiche; aesculus, ilex‘ (Quercus; vgl. Marzell
[1943–79] 2000: 3, 1209). Überliefert sind
〈slaheic, slalteih, slateich〉. Wenn das VG rich-
tig als slaht- interpretiert wird, handelt es sich
um ein Komp. mit Verbalstamm im VG und
subst. HG, s. slahtôn, eih. – slahtfrisking m.
a-St., bei N: ‚Schlachtopfer‘. Komp. mit Ver-
balstamm im VG und subst. HG, s. slahtôn,
frisking. – slahti n. ja-St., in Gl. 2,34,16 (12. Jh.,
frk.): ‚Spross, Sprössling; propago‘ (mhd. slehte
st.n. ,Abstammung, Art‘; mndd. slechte n. ,Ge-
samtheit der Leute von gleicher Abstammung,
Stamm, Volk‘; afries. slacht[e] n. ‚Geschlecht,
Verwandtschaft‘). ja-stämmige Bildung zu slaht¹
(s. d.). – Splett, Ahd. Wb. 1, 170. 265. 871;
eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. slahtfrisking, slateih,
slehti¹; Schützeichel⁷ 297; Starck-Wells 556. 557;
Schützeichel, Glossenwortschatz 8, 443. 447.