slahtispil n. a-St., in Gl. 2,86,55 (Mitte
des 9. Jh.s); 4,320,47 (11. Jh.): ‚Zweikampf;
spectaculum (saeculare)‘ (nhd. Schlachtspiel n.
ist als Komp. ,Spiel, in dem es um eine Schlacht
geht‘ bildbar, doch nicht zu belegen; in der Bed.
,Spiel, das auf Schlachten Bezug nimmt‘ han-
delt es sich um eine junge Neubildung). Deter-
minativkomp. aus slaht² und spil (s. dd.). –
slahtlîh adj., in Gl. 2,157,10 (wohl noch 1.
Hälfte des 9. Jh.s, frk.): ‚angeboren, ange-
stammt; genuinus‘. Ableitung von slaht¹ mit
Suff. -lîh (s. d.; vgl. Schmid 1998: 365). –
slahtôn sw.v. II, in Gl. 1,388,64 (um 800, alem.
[Rb]); 2,307,25 (2 Hss., wie die vorige Gl. und
zwischen 820 und 830, bair. [Sam]), MH:
‚schlachten, Schlachtopfer darbringen; macta-
re, victimare‘ (mhd. slahten sw.v. ,schlachten,
töten‘, nhd. schlachten sw.v. ,ein Tier töten, um
sein Fleisch als Nahrung zu verwenden‘; mndd.
slachten sw.v. ,schlachten, Pfahlwerk einschla-
gen‘; mndl. slachten ,schlachten‘). Denom. zu
slahta² (s. d.). – Splett, Ahd. Wb. 1, 871. 872.
873. 904; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. slahtispil,
slahtlīh, slahtōn; Schützeichel⁷ 296; Starck-
Wells 556; Schützeichel, Glossenwortschatz
8, 442.