slihtî f. īn-St., in Gl. ab dem 10. Jh., bei
O, N: ‚(Ober-)Fläche, Boden, Gegend, Altar-
platte, Schlichtheit, Vollendung, Gleichmäßig-
keit, Sanftheit‘ (mhd. slihte st.f. ,glatte Fläche,
Ebenheit, Geradheit, Einfachheit‘, frühnhd.
schlichte f. ,Geradheit, Aufrichtigkeit, Leisten-
gegend, Flanke‘, nhd. fachspr. Schlichte f. ,ein
Überzugsstoff zum Glätten, der in der Gießerei
auf Formen und Kerne aufgetragen wird, in der
Textilindustrie auf Garne und Fäden‘). Abstrak-
tum zu sleht (s. d.). – Splett, Ahd. Wb. 1, 873;
eKöbler, Ahd. Wb. s. v. slihtī; Schützeichel⁷
298; Starck-Wells 559; Schützeichel, Glossen-
wortschatz 8, 456.