duruhsliofan bei N, Ph: ‚hindurchglei-
ten; transire‘ (mhd. durchsliefen ‚durchkrie-
chen, durchdringen‘, frühnhd. durchschliefen
‚dss.‘). – firsliofan bei N: ‚eindringen‘ (mhd.
versliefen ‚sich verkriechen, verlieren‘, früh-
nhd. verschliefen refl. ‚sich verkriechen, ver-
bergen‘). – insliofan bei N, Ph: ‚eindringen;
irrepere‘ (mhd. în sliefen ‚hineinschlüpfen‘,
frühnhd. einschliefen ‚eindringen‘). – irsliofan
im Abr: ‚hervorkommen; exsilire‘. – un-
tarsliofan in Gl. 2,51,57 (1. Hälfte des 9. Jh.s,
alem.), MH: ‚sich einschleichen; subrepere,
subripere‘ (mhd. undersliefen ‚hintergehen,
betrügen‘, frühnhd. unterschliefen ‚unter-
schlüpfen, betrügen‘, nhd. dial. schwäb. unter-
schliefen ‚unterschlüpfen lassen, Unterschlupf
gewähren‘, part.prät. unterschloffen ‚mit Blut
unterlaufen‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 6, 1, 249],
vorarlb. unterschliefen ‚unter etw. kriechen‘
[Jutz, Vorarlberg. Wb. 2, 1474 f.], steir. [ält.
Sprache] unterschliefen ‚unter etw. schlüpfen,
betrügen‘ [Unger-Khull, Steir. Wortschatz
608]). – ûzirsliofan in einer Gl. in der Hs. St.
Mihiel 25 (11. Jh., alem.; vgl. Meineke 1983:
194 Nr. 433): ‚emporkommen, auftauchen;
emergere‘. – ûzsliofan in Gl. 1,308,29 (2.
Hälfte des 11. Jh.s, bair.): ‚emporkommen, auf-
tauchen; emergere‘ (mhd. ûz sliefen ‚aus-
schlüpfen, hinausschlüpfen‘, frühnhd. aus-
schliefen ‚ausschlüpfen, hinauskriechen‘, nhd.
dial. schweiz. ûsschliefen ‚ausschlüpfen, aufge-
hen, sich losmachen‘ [Schweiz. Id. 9, 171 f.],
bad. ausschliefen ‚sich öffnen [von der Rosen-
knospe]‘ [Ochs, Bad. Wb. 1, 99], schwäb. aus-
schliefen ‚auskleiden, ausschlüpfen, [von Pflan-
zen] aufgehen‘ [Fischer, Schwäb. Wb. 1, 509],
vorarlb. ausschliefen ‚ausschlüpfen, sich los-
machen‘ [Jutz, Vorarlberg. Wb. 1, 194], thür.
ausschliefen ‚ausschlüpfen‘ [Spangenberg,
Thür. Wb. 1, 454]). – Splett, Ahd. Wb. 1, 878;
eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. duruhsliofan, firslio-
fan, irsliofan, untarsliofan, ūzirsliofan, ūz-
sliofan; Schützeichel⁷ 298; Starck-Wells 559;
Schützeichel, Glossenwortschatz 8, 461.