bisliozan in Gl. ab dem 9. Jh., T, OT,
bei N: ‚schließen, verschließen, unter Ver-
schluss halten, sich einhüllen, erschließen,
schlussfolgern; claudere, concludere, recon-
dere, serare‘ (mhd. besliezen ‚umschließen,
umspannen, einschließen, ausschließen‘, früh-
nhd. beschliessen ‚umgeben, einschließen, um-
fangen, ausschließen, abschließen, sperren,
schließen, beinhalten, vereinbaren, festsetzen,
sich entschließen, beenden, behaupten, fol-
gern‘, nhd. beschließen ‚einen Entschluss fas-
sen, festlegen, beenden, [veraltet] beinhalten‘;
mndd. beslûten ‚schließen, einschließen, ent-
halten, beschließen, beenden‘; frühmndl. be-
sluten ‚schließen, aufschließen, verbergen, ver-
sperren, nützen‘, mndl. besluten ‚schließen,
einschließen, verbergen, versperren, ausschlie-
ßen, umfassen, enden, nützen‘; afries. bislūta
‚schließen, einschließen, beschließen, versper-
ren, folgern‘). – intsliozan im Abr und weiteren
Gl., bei O: ‚aufschließen, öffnen, lösen, befreien;
exuere, reserare, solvere‘ (mhd. entsliezen ‚auf-
schließen, öffnen, lösen, offenbaren, erklären‘,
frühnhd. entschliessen ‚aufschließen, offenba-
ren, vermitteln, sprießen, sich öffnen, sich ent-
falten, entscheiden, planen, für ungültig erklären,
sich einer Sache verschließen, sich auflösen‘,
nhd. entschließen [gewöhnlich refl.] ‚sich ent-
scheiden, [veraltet] beschließen‘; mndd. entslû-
ten ‚erschließen, öffnen, befreien, entschließen,
beschließen‘; frühmndl. ontsluten ‚öffnen, be-
freien‘, mndl. ontsluten ‚öffnen, aufschließen,
befreien, offenbaren, empfangen, einen Be-
schluss aufheben‘; afries. undslūta ‚freilassen,
öffnen‘). – zisamanesliozan in Gl. 1,530,42–45
(mehrere Hs. ab dem 10. Jh.): ‚verschränken;
conserere‘ (nhd. zusammenschließen ‚aneinan-
derschließen, vereinen, verschließen‘). – Splett,
Ahd. Wb. 1, 878; eKöbler, Ahd. Wb. s. vv. bi-
sliozan, intsliozan, zisamanesliozan; Schütz-
eichel⁷ 298; Starck-Wells 559; Schützeichel,
Glossenwortschatz 8, 461 f.