slougbrâto m. n-St., in Gl. ab dem 11.
Jh.: ‚Wurst(fleisch); farcilio, inductilis‘ (mhd.
slouchbrâte sw.m. ,Wurstfleisch‘). Determina-
tivkomp. aus brâto (s. d.) mit einem a-stufigen
VG, das zur Sippe von slûh (s. d.) gehört. –
slougriomo m. n-St., in Gl. 3,651,31 (wohl
11. Jh., bair.): ‚Riemen (am Pferdegeschirr) ?;
rhagades‘. Determinativkomp. aus riomo (s. d.)
mit einem a-stufigen VG, das zur Sippe von
slûh (s. d.) gehört. – sloz n. a-St., im Abr und
weiteren Gl., bei N: ‚Riegel, Schloss, Schranke,
Verschluss, Umschließung, Schluss, Schluss-
folgerung; claustellum, claustrum, clavis, con-
clusio, decisio, illatio, obstaculum, pessulum,
repagula, sera‘ (mhd. sloz st.n. ,Schloss, Rie-
gel, Band, Umschließung, Burg, Schluss‘, nhd.
Schloss n. ,ein Schließmechanismus, Burg‘; as.
slot n. ,Riegel‘, mndd. slot n. ‚Schloss, Ver-
schluss, gesicherter Bezirk, Burg‘; andfrk. slot
n. ,Schloss, Umschließung‘, frühmndl. slot n.
,Schloss, Umschließung, Burg‘, mndl. slot n.
,Schloss, Umschließung, Burg, Schluss, Be-
schluss‘; afries. slot n. ,Schloss, Verschluss,
Burg, Entschluss, Entscheidung‘; aisl. KHG in
vindslot n. ,Windstille‘). Schwundstufige No-
minalisierung zu sliozan (s. d.). – Splett, Ahd.
Wb. 1, 96. 755. 878. 880; eKöbler, Ahd. Wb.
s. vv. slougbrāto, slougriomo, sloz; Schütz-
eichel⁷ 299; Starck-Wells 560; Schützeichel,
Glossenwortschatz 8, 468 f.