slsa ? f. ō(n)-St., seit dem 12. Jh. in Gl.
(2,255,47. 307,19. 322,67): ‚schäbiges (schar-
lachrotes) Gewand ?; rasa, species vestis‘
〈Var.: flo-, sl-, slv-, wsl-〉. – Mhd. slûse ‚dss.‘
bei Benecke 2, 2, 416 bezieht sich auf die o. g.
Glossenbelege und ist kein eigenständig über-
liefertes Wort. Während Splett und Benecke
a. a. O. Langvokal in der Wz. ansetzen, gehen
die übrigen von Kurzvokal aus.
Splett, Ahd. Wb. 1, 1234; eKöbler, Ahd. Wb. s. v. slusa;
Schützeichel⁷ 299 (slusa); Starck-Wells 830; Schütz-
eichel, Glossenwortschatz 8, 473 (slusa); Graff 6, 810;
Diefenbach, Gl. lat.-germ. 484 (rasa); Dt. Wb. 15, 854
(Schluse, Bed. 4).
In den anderen germ. Sprachen gibt es keine
Entsprechungen. Als Vorform ist westgerm.
*slusō(n)- bzw. *slūsō(n)- anzusetzen. Die wei-
tere Etym. ist unklar.
HB