suoha
Band VIII, Spalte 1422
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suoha f. n-St., seit dem 10. Jh. in Gl.:
‚(Acker-)Furche, Graben; occa, trames‘ 〈Var.:
sh-; -ch-; verschrieben: swam, sva nn〉. Zum
Ansatz des Wortes als suoha und nicht als
*suocha, wie es sich manchmal in der Literatur
findet, vgl. Darms 1978: 495 Anm. 175. –
Nhd. dial. schwäb. such f. ‚Gartenbeet, kleinere
Ackerplätze oder durch Furchen abgeteilte
Ackerbeete‘.

Splett, Ahd. Wb. 1, 968; eKöbler, Ahd. Wb. s. v. suoha;
Schützeichel⁷ 322; Starck-Wells 610; Schützeichel,
Glossenwortschatz 9, 347; Graff 6, 143; Diefenbach, Gl.
lat.-germ. 391 (occa). – Schmid 1831: 519 f.

In den anderen germ. Sprachen gibt es keine
Entsprechungen. Das ahd. Wort setzt west-
germ. *sōχōn- fort.
Westgerm. *sōχōn- ist nach geläufiger und si-
cher richtiger Ansicht eine Substantivierung
mit der urspr. Bed. ‚Sägefurche‘ eines Adj.
urgerm. *sōχa- ‚zur Säge gehörig‘, das mit
*-ō- und Akzentverschiebung (< vorurgerm.
*sṓkH-o-) eine Vddhiableitung zu urgerm.
*saǥō(n)- ‚Säge‘ (s. saga¹; neben urgerm.
*seǥō(n)- ‚dss.‘ [s. sega; dort auch zur weiteren
Etym.]) ist.

Die Etym. ist unter sega (s. d.) und nicht unter saga¹
behandelt, obwohl es sich bei der e-Stufe um eine Neu-
bildung handeln muss (zu Erklärungsversuchen vgl.
Wissmann 1975: 112; Darms 1978: 495 f. Anm. 176); er-
erbt ist jedenfalls nur die Form urgerm. *saǥō(n)- < vor-
urgerm. *sokH-éh₂-.

Fick 3 (Germ.)⁴ 424. – Darms 1978: 242–246.

Aus dem Germ. ist frz. dial. wallon. sohe f.
‚Furche‘ entlehnt.

Walde-Pokorny 2, 475; Pokorny 895; Wartburg, Frz. et.
Wb. 17, 283.

S. saga¹, sega.

RS

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