aganahi
Band I, Spalte 82
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aganahi n. ja-St. einmal belegt, Gl. 4, 244, 3
(9. Jh.; wohl zu Kor. 4, 13) Abfall, Kehricht,
übertr. Fegopfer (Luther), peripsema, quisqui-
liae
. S. agana und -ahi. Der hausbackene Sinn
des Wortes erklärt wohl, weshalb es in unserer
vorwiegend literarischen Überlieferung, zumal
mhd., so gut wie gar nicht belegt ist; dazu
kommt, daß die im Ahd. noch relativ häufigen
Ableitungen auf -ahi (bes. von Bäumen und
Sträuchern) später vielfach dem Wettbewerb
der mit ga- gebildeten -ja-Stämme zum Opfer
gefallen sind. So hält sich das Wort auch nhd.
nur noch in mdartl. Gebrauch (s. u.).

Ahd. Wb. I, 60; Starck-Wells 17; Dt. Wb. I, 190
(Ag[e]nig).

Mdartl. Belege für das Weiterleben von ahd.
aganahi kommen ausschließlich aus dem
dt.sprechenden Südosten, vgl. Kranzmayer,
Wb. d. bair. Mdaa. in Österr. I, 109: Agenach,
Agach (zum Einpacken der Bienenkörbe im
Winter
), auch Flachsagenach; Schatz, Wb. d. ti-
rol. Mdaa. 9: agnete n. (< agnicht?).

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