alapi
Band I, Spalte 149
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alapi (alabi?) n. ja-St.(?) Fett, adeps. Das
Wort, das nur Gl. 1, 17, 13 (8. Jh., alem.) vor-
kommt, stammt von vulgärlat. alipes (vgl. ro-
man. alaues, Reichenauer Gl., wo das zweite a
wie im Ahd. durch Assimilation entstanden ist).

Ahd. Wb. I, 189; Starck-Wells 20; Graff I, 234; Sal-
zer, Reichenauer Gl. d. Hs. Karlsruhe 115, 89 Z. 94 und
Anm.

Für lat. adeps, auch im kollekt. Pl. adipes ge-
braucht, wird trotz gelegentlicher Einwände
Entlehnung aus gr. ἄλειφα Fett, Salbe allge-
mein angenommen, obgleich der Wandel l > d
noch keine befriedigende Erklärung gefunden
hat. Jedenfalls herrschte spätlat. Unsicherheit
über die Gestalt des Wortes: in dem Appendix
Probi wird die barbarische Form alipes für adi-
pes gerügt; in den oben erwähnten Reichenauer
Gl. steht sogar eine Mischform aldipem (=
alaues).

Walde-Hofmann, Lat. et. Wb. I, 12 f. (mit Lit.); Er-
nout-Meillet, Dict. ét. lat.4 9; Körting, Lat.-rom. Wb.3
Nr. 196; Meyer-Lübke, Rom. et. Wb.3 Nr. 161; Wart-
burg, Frz. et. Wb. I, 30; (Neubearb.) XXIV, 138; Leu-
mann, Lat. Laut- u. Formenlehre § 162 c, Zus. β; O.
Weise, BB 5 (1880), 79; J. Schrijnen, Zfvgl. Spr. 46
(1914), 376 ff.; W. Heraeus, Arch. f. lat. Lex. 11
(1900), 63.

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