alluka
Band I, Spalte 164
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alluka adv. ganz und gar, omnino (nur Gl. 1,
214, 14; 235, 6: beide Cod. S. Galli 911 [K],
8. Jh. alem. Bearb. d. bair. Abrogans). Nach
Wilmanns, Dt. Gr. II § 442, 3 ein erstarrtes
schwach flekt. Neutrum.

Ahd. Wb. I, 232; Starck-Wells 21; Graff I, 223;
Schade 11.

Ein Vergleich mit got. alakjō insgesamt, ἅπαν
liegt auf der Hand; ja, das unverschobene k in
ahd. alluka kann sogar auf einen urspr. ja-
(jōn-) St. deuten, da in der Hs. K ein geminier-
tes kk manchmal als einfaches unverschobenes
k erscheint (vgl. Koegel, Über d. Keron. Gl. 85),
während ein unverschobenes intervokalisches k
kaum vorkommt (nur in dem Fremdwort ia-
cuno Diakon und einmal vielleicht als Schreib-
fehler in crekiskhun für *crekhiskun [?]; Koegel
87).

Got. alakjō ist mittels eines germ. -k-Suffixes
(idg. -g-) vom St. *ala- abgeleitet ( al und
vgl. Feist, Vgl. Wb. d. got. Spr. 34; Kluge, Nom.
Stammbildung3 § 212; Brugmann, Grdr.2 II, 1
§ 386 ff. [idg. -g-Formantien]). Ahd. alluka hat
-ll- wohl in Anlehnung an die flekt. Formen
von al (wie ae. eallunga, eallinga gänzlich zu
ae. eall; alang); das u ist unerklärt.

Ein u für a in einer Mittelsilbe erscheint in K sonst
nur in auguzoraht, aukuzoraht neben aukazuraht of-
fenbar
, wo aber Assimilation eine Rolle spielen
könnte; vgl. Koegel, a.a.O. 30; Gröger, Ahd. und as.
Komp.fuge 20. Käme viell. Einfluß von alung, along,
Nebenformen von alang, in Betracht?

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