aranskart
Band I, Spalte 307
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aranskart f. īn-St. (n. ja-St.?), andere Lesar-
ten: aram-, arn-, -di etc., Lex Baiwariorum, ed.
E. Heymann (Hannover, 1926; MGH, Leges,
Abt. I, 5, Teil II), XIII, 8 (8. Jh. bair.): Ernte-
schnitt
(auf fremdem Grund mit zauberischen
Mitteln ausgeführt, vgl. auch den sog. bilwiz-
Schnitt
). Dies ist der einzige Beleg.

Graff VI, 528; Schade 24; Schmeller, Bayer. Wb.2 I,
146. Vgl. auch Grimm, Dt. Myth.4 I, 393 f. 443 f.; E.
von Schwind, Neues Archiv 33 (1908), 678; D. von
Kralik, ebd. 38 (1913), 415.

Zss. aus aran (s. d.) und -skart. Obgleich weder
die Quantität des ausl. -i noch das gram. Ge-
schlecht bekannt sind, ist doch wohl Zuord-
nung zu den fem. actionis auf das wahr-
scheinlichere, wie etwa im Falle von lidskartî
(s. d.), lidurenkî (s. d.), urristî (s. d.) u. a. (s.
Kluge, Nom. Stammbildung3 § 149 c) (weniger
wahrscheinlich n. ja-St. auf -i, s. Wilmanns, Dt.
Gr. II, § 256, 2; Braune, Ahd. Gr.13 § 201 Anm.
1. 231 Anm. 1). Umlaut vor r + Kons. scheint,
wie besonders häufig im Bair., noch nicht
durchgeführt; -skart ist abgeleitet von ahd.
skerten verletzen s.d., das seinerseits zur germ.
Basis *sker-/*skar- schneiden gehört, ske-
ran.

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