aruncher
Band I, Spalte 351
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aruncher adj. (nom. sg. m.) irrsinnig, toll;
cerritus
. Nur Gl. 4, 135, 39 (13. Jh., bair.). Nach
Steinmeyer, zur Stelle, eine Verschreibung für
âriuber ( âriub), was angesichts der Fehler-
haftigkeit dieser Hs. nicht unmöglich wäre; nur
glossiert âriub sonst nicht cerritus, sondern di-
rus, trux. Eine andere Möglichkeit, die die An-
nahme einer so großen Entstellung des Wortes
erübrigt, wäre ein Zusammenhang mit mhd. rü-
nec gebrechlich, unstet, flüchtig (Lexer, Mhd.
Handwb. II, 538). Wie bei âriub, würde das
Präf. â- den Begriff des Verkehrten, Bösen hin-
zufügen. Zur Synkope des e in *ârun(e)cher,
vgl. mhd. mange, manche neben manege (Lexer
I, 2026 f.; Paul, Mhd. Gr.20 § 24 Anm. 6).

Mhd. rünec hat keine sichere Etymologie, ist
aber vielleicht mit ahd. (Notker) rono, mhd.
rone umgefallener Baumstamm verwandt (
rono). Ahd. Wb. I, 665.

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