dewên
Band II, Spalte 622
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dewênAWB sw. v. III, nur Gl. 2, 238, 36
(3.sg.konj.präs. theuue Zürich Ms. Rh. 35,
10. Jh. alem.; 1, 250, 35 Ra part.prät. kitheaed
mit Verschreibung von u zu a für kitheued
oder zu gidewên?): unterjochen, subdere, hu-
miliare
.

Splett, Ahd. Wb. I, 133; Starck-Wells 799; Graff V,
89 (diwjan, dewjan); Schatz, Ahd. Gr. § 469 (doch
Verb auf -awjan); Raven, Schw. Verben d. Ahd. II,
208; Splett, Abrogans-Studien 372; R. Koegel, PBB 9
(1884), 538; E. Gutmacher, PBB 38 (1914), 266.

Ahd. dewên hat eine Entsprechung in den Prä-
fixverben got. anaþiwan (belegt nur 1.sg.ind.
präs. anaþiwa) dienstbar machen, got. gaþi-
wan dienstbar machen, δουλοῦν (3.sg.präs. ga-
þiwaiþ, 3. pl. prät. gaþiwaidedun), faktitive
Ableitungen von urgerm. *þewa- Diener,
Knecht
( *dio), die ebenfalls nach der III. sw.
Klasse flektieren. Von der Lautgebung her
kommt für das Ahd. keine andere Verbklasse in
Frage. Eine Vorform *þewjan- ergibt die Aus-
gleichsformen *þiwis < *þewis oder *þiuwu
< *þewju (Schatz, a. a. O. § 289 f.), wobei die
Form mit j in ahd. diuwen zerbrechen, vernich-
ten
vorliegt (s. d.).

Feist, Vgl. Wb. d. got. Spr. 497. 45; Lehmann, Gothic
Et. Dict. þ-144; Krahe-Meid, Germ. Sprachwiss. III
§ 185bβ.

S. auch dionôn.

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