friuntun
Band III, Spalte 587
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friuntun(?) adv., nur Gl. 1, 137, 19 (Ra);
2, 315, 53 (Re, 9. Jh.): alsbald, sogleich, extim-
plo (= extemplo)
. Das Wort ist bisher unge-
deutet; es hat bestimmt nichts mit friunt
Freund (s. d.) zu tun (vgl. Splett, Samanunga-
Studien 78) und, obgleich schon Graff III, 656
Zuordnung zur Wortsippe fruo früh erwogen
hat, bereiten sowohl Wurzelvokalismus als
auch Wortstruktur bisher nicht zu umgehende
Schwierigkeiten. Möglicherweise handelt es
sich um eine adv. Bildung (sw. akk.sg.f.; vgl.
Braune, Ahd. Gr.15 § 269) zum Part. Präs. von
*fruoen früh kommen (im Ahd. ist nur gifruo-
en belegt [s. d.], aber vgl. mhd. vrüewen, vrou-
wen, vrüejen; Lexer III, 545 f.): *frûentûn (zu
û für uo in Ra vgl. Koegel, Über d. Keron. Gl.
12; iu ist wohl für ue verschrieben).

Ahd. Wb. III, 1278; Köbler, Wb. d. ahd. Spr. 332;
Starck-Wells 179; Schützeichel, Glossenwortschatz III,
303.

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