widarbellan
Band I, Spalte 535
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widarbellan abprallen, zurückstoßen, relidere,
repellere, resultare, resilire
(nur in Gl.). Kaum zu
bellan1 (die Deutung der Belege im Ahd. Wb. I,
872 f. als widerhallen, -tönen, -klingen ist for-
ciert), aber schon mhd. hat wider-bellen in An-
lehnung an das geläufigere bellen1 die Bed.
entgegenbellen bekommen (Lexer III, 827).

Verwandtes ist nur im Skand. zu finden: aisl.
bella st.v. stoßen, treffen, schaden, nisl. bella
stoßen, verwunden, fär. bella schädigen, feh-
len
.

Vries, Anord. et. Wb.2 32 (sicher abzulehnen ist aber
ein Zusammenhang mit bollr = ahd. bal, balla, ballo,
s.d.d.); Jóhannesson, Isl. et. Wb. 629 (irrig zu bellan1).

Die Etymologie ist dunkel. Seebold, a.a.O. 101.
121 denkt an eine idg. Wurzel *bhel- schlagen
(vgl. Pokorny 125 *bhele- und bliuwan);
dazu wohl als d-Erweiterungen ahd. bolz Bol-
zen
(s. d.), nschwed. bulta klopfen; vgl. lat.
fullō Kleiderwalker. Viell. gehört auch hierher
als -dh-Erweiterungen wenigstens ein Teil der
unter bellan1 eingereihten Wörter für poltern.
Hierher viell. air. builnni Schläge, mir. nir. bu-
ille Schlag, air. buailid er schlägt (Vendryes,
Lex. ét. de l’irl. anc. B109. 115; Fick II [Kelt.]4
178; Falk-Torp, Norw.-dän. et. Wb. 92; anders,
aber weniger wahrsch. Pedersen, Vgl. Gr. d.
kelt. Spr. I, 157: zu lat. vulnus).

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