knisten
Band V, Spalte 642
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knisten sw.v. I, seit dem 9. Jh. in Gl.,
bei N, Npg, in WH: jmdn., etw. (zer-)
schlagen, -schmettern, -drücken; allide-
re, collidere, conterere, elidere, obterere

Var.: ch-, chen-. Mhd. knisten sw.v.
stoßen, schlagen, quetschen. Vgl. die Ab-
leitung nhd. knistern ein [durch Bewegung
verursachtes] helles, kurzes, leise rascheln-
des Geräusch von sich geben, ein helles,
kurzes, leise raschelndes Geräusch hervor-
rufen, verursachen
. Nicht ein direkter Fort-
setzer, aber als lautmalerische Var. nahe ste-
hend ist mhd. knüsten sw.v. stoßen, schla-
gen, quetschen
. Eine Ableitung von knisten
liegt in mhd. knistunge st.f. Knirschen vor.

Ahd. Wb. 5, 282 f.; Splett, Ahd. Wb. 1, 469 f.; Köbler,
Wb. d. ahd. Spr. 670; Schützeichel⁷ 179; Starck-Wells
338; Schützeichel, Glossenwortschatz 5, 272; See-
bold, ChWdW9 474; Graff 4, 574; Lexer 1, 1656; Die-
fenbach, Gl. lat.-germ. 24 (alludere); Götz, Lat.-ahd.-
nhd. Wb. 32 (allidere). 114 (collidere). 145 (contere-
re). 222 (elidere); Dt. Wb. 11, 1444; Kluge²¹ 383;
Kluge²⁵ s. v. knistern; Pfeifer, Et. Wb.² 680. Riecke
1996: 181.

Das Wort steht im Germ. allein. Es handelt
sich sicher um eine onomat. Verbalbildung.

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