anka²
Band I, Spalte 259
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anka2 f. ō-St.(?), nur Gl. 1, 707, 21 (9. Jh.):
Stampfer (des Mörsers), pilum (bair. anke
Mörser, Stampfe, Kranzmayer, Wb. d. bair.
Mdaa. in Österr. I, 246; schwäb. Vertiefung,
Höhlung
, Fischer, Schwäb. Wb. I, 223). Das
Wort, das nur einmal frühahd. belegt und wie
die Bezeichnungen anderer urtümlicher Geräte
schon längst auf ein konservatives Mda.gebiet
beschränkt ist, dürfte letzten Endes in der Bed.
etwas nach innen Gewölbtes, Konkaves etym.
doch mit anka1 zusammengehören. Ahd. anka2
muß also hier von der Bedeutung Stampfloch,
Vertiefung
auf den dazu gehörigen Stampfer
oder Stössel, lat. pilum, übertragen worden
sein, s. O. Lamprecht, PBB 80 (Halle, 1958),
320.

Ahd. Wb. I, 529; Starck-Wells 29. S. auch Unger-
Khull, Steir. Wortschatz 22. 484; Lexer, Kärnt. Wb. 7;
Schatz, Wb. d. tirol. Mdaa. 25; vgl. R. Meringer, WuS
I (1909), 3 ff.

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